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Einbruchmeldeanlagen außerhalb Deutschlands (1)

Größtenteils beschäftige ich mich mit den auf dem deutschen Markt üblichen Einbruchmeldesystemen, also Telenot, Honeywell (ex-effeff) und Siemens/Vanderbilt Sintony.

Hier zeigt sich, dass viele Konzepte sich sehr ähneln, was sich damit erklären lässt, dass Effeff als der Vorreiter der deutschen elektronischen Sicherungstechnik gilt, aber auch viele Richtlinien dafür sorgen, dass das gleiche immer wieder erfunden wird.

Ein Beispiel dafür ist z.B. das Konzept mit zwei Außensirenen und einer Blitzlampe, die von der Zentrale versorgt werden. Alle Anlagen (für den gewerblichen Einsatz) sind entsprechend mit den dafür nötigen Ausgängen ausgestattet. Idee dahinter ist, dass man, bei korrekter Umsetzung, keine Möglichkeit hat, beide Sirenen gleichzeitig lahm zu legen.

Die VdS-Richtlinien fordern dieses auch. Entweder zwei Außensirenen durch die Zentrale versorgt oder eine Sirene mit Eigenversorgung. Letztere sind eher unüblich auf dem deutschen Markt.

Der Anschluss ist relativ simpel. Für Sirene und die eventuelle Blitzlampe werden je zwei Leitungen benötigt, einmal 12V, einmal Masse. Für die Sabotageüberwachung des Signalgebers sind nochmal zwei Leitungen nötig. Macht also vier Leitungen für reine Sirenen und sechs für Sirene-Blitz-Kombinationen. Eigenversorgte Signalgeber sind in DE etwas komplizierter (Ladespannung, Ansteuerung Sirene, Ansteuerung Blitz, Sabotageüberwachung, Störungsüberwachung).

Da ich mittlerweile im Besitz einer funktionierenden Vanderbilt SPC bin, habe ich etwas sparsam geschaut, als ich da meine deutsche Kenntnis ansetzen wollte. Die SPC wurde von Europlex in Irland entwickelt und später von Siemens übernommen. Da in Großbritannien das Thema ganz anders angegangen wird, passt die Anlage irgendwie nicht so ganz in die deutschen Konzepte. Die Anlage ist grundsätzlich für den Einsatz mit selbstversorgten Signalgebern ausgelegt.

Es gibt eine Speisespannung, wobei eine Leitung der Speisespannung gleichzeitig ein Teil der Sabotageüberwachung ist, das sogenannte Bell Hold off. Der andere Teil der Sabotageüberwachung nennt sich Tamper Return. Wenn ich das richtig verstanden habe, überwacht hierüber zum einen die Sirene sich selbst, aber auch die Zentrale die Sirene. Für die Aktivierung der Sirene gibt es ein Triggersignal. Die Blitzlampe wird dagegen wie hier auch angesteuert. 12V und Masse dran, schon blitzt es. Manche Sirenen haben dann noch einen Störungsausgang, um eine Akkustörung an die Zentrale zu melden.

Diese Art der eigenversorgten Signalgeber schwappt insbesondere mit den Importanlagen auf den deutschen Markt. Abus z.B. importiert seine Anlagen von Cooper Security, die eigentlich eher im englischsprachigen Raum unterwegs sind.

Keine Ahnung, warum im Ausland die eigenversorgten Signalgeber so beliebt sind. Durch die eingebaute Batterie müssen diese regelmäßig gewartet werden und durch die Eigenüberwachung produziert man bei jedem Öffnen des Signalgebers einen akustischen Alarm. Abus schreibt es extra in die Anleitung rein, damit man nicht die Leiter runterfällt. Vielleicht hat es etwas mit der Fernalarmierung zu tun, die hier ja zwingend ist für geforderte Einbruchmeldeanlagen.

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