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Bescheuerte Aktionen

Wir haben vor einiger Zeit eine Filiale in Berlin innerhalb eines Objekts umgezogen und natürlich im gleichen Zug modernisiert. Es war eine von sehr vielen Filialen, die wir in Berlin haben - jedes Jahr hat man mindestens zwei oder drei Filialen in Berlin, die auf-, um- oder abgebaut werden. In einer der anderen Filialen haben wir ein Büro, welches im gleichen Zug in die neue Filiale versetzt wurde, um eine eventuelle Veränderung der Filiale zu ermöglichen.



Bei uns gilt das 4-Augen-Prinzip, also niemand darf alleine die Filiale oder die Teile eine Filiale, die Ware oder Geld beinhalten, betreten. Darauf habe ich über zwei Monate vor dem Umzug hingewiesen, was auch dankbar aufgenommen wurde. Da es nicht zu meiner Aufgabe gehört, das zu regeln, war es mit dem Hinweis für mich gegessen. DACHTE ICH!



Die Filiale wurde gebaut, die Filiale ist umgezogen, das Büro ist umgezogen, die Mitarbeiter des Büros sind umgezogen. Und dann fiel auf, dass die Sache mit dem 4-Augen-Prinzip nicht geklärt war. Es kam wie es kommen musste, der große Häuptlingsrat machte eine riesiges Faß dafür auf. Am Ende haben sich die betroffene Abteilung, die das Büro betreibt, Personalabteilung und Geschäftsführung darauf geeinigt, dass die IT-Abteilung eine Kamera anbringen muss.



Da noch eine weitere Baustelle in Berlin anstand, wurde das ganze an die Sicherheitstechnikfirma abgegeben, aber die andere Baustelle verzögerte sich und verzögerte sich und wird sich immer weiter verzögern.



Die Abteilung, die das Büro betreibt, wurde immer ungehaltener und drängte auf eine Lösung, aber die Kosten für die Kamera samt Montage wurden abgelehnt. Damit standen wir vor einem Problem. Es war gefordert, das Problem zu lösen, die sinnvolle Lösung aber untersagt.



Jetzt wurde ich am heutigen Tag mit einer Kamera nach Berlin geschickt. viereinhalb Stunden aus dem Ruhrgebiet nach Berlin, eine dreiviertel Stunde für die Montage und Einrichtung der Kamera und jetzt wieder viereinhalb Stunden zurück. Hab ja sonst nichts zu tun.


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Kommentare

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Anonym am :

Ich bin 'mal von Frankfurt nach Chicago geflogen, um einen 08/15 RAID Controller zu tauschen nachdem es unsere Servicetruppe vor Ort drei Tage lang nicht geschafft hatte, sich mit dem Kunden (Chicagoer Repräsentanz eines Deutschen Kunden) auch nur zur Terminvereinbarung in Verbindung zu setzen. "Zu hause" hatte ich auch noch genug um die Ohren, also ging's am Tag darauf auch gleich wieder zurück...

KaWeWe am :

Ui!
Ich kann zwar weder mit 4.5h Autofahrt, noch mit einem Flug nach Chicago mithalten - aber ich bin als 3rd Level Support auf Anweisung meines Chefs immerhin mal knappe 120km hin (und wieder zurück) gefahren (weil "omg nichtsgehtmehr")...
...um den Schiebeschalter einer Funktastatur & Maus auf "on" zu stellen. ;-)

Schwachstromblogger am :

Ich bin auch schon in eine Filiale gefahren, um einen Rechner wieder einzuschalten. Das halte ich aber heute noch dem damaligen Filialleiter regelmäßig vor.

Oder nen Außeneinsatz abgebrochen, weil im Büro ein FI-Schalter gefallen ist.

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